28.01.2012
Huch, schon wieder Freitag... wie schnell doch die Zeit vergeht. Noch 5
Wochen bis zur Bürgermeisterwahl. Der Neubau der Kreissparkasse
schreitet voran und die Bürgermeisterkandidaten zeigen allmählich Flagge
Und wieder mal eine Woche mit vielen negativen Schlagzeilen. Schlecker ist
Pleite. Ein Unternehmen mit 7.000 Filialen in Deutschland wirft das
Handtuch. 35.000 Menschen, einige auch in Villmar, bangen um Ihre Arbeitsplätze.
Die Konkurrenz Rossmann, dm-Drogerie ect. ist nur an 70-90 Standorten
interessiert. Und was passiert mit dem Rest ? Wie viele Lieferanten müssen
nun ihre Forderungen ganz oder teilweise abschreiben ? Und auch da hängen
wieder Arbeitsplätze dran.
Der Energiekonzern RWE will 8.000 Stellen sozialverträglich abbauen. Sie
werden nach der Energiewende nicht mehr gebraucht. Ganz nebenbei wurde
berichtet, dass die großen Energiekonzerne mit Unternehmen, die sehr viel
Strom verbrauchen darüber verhandelt, dass diese Unternehmen bei Stromengpässen
kurzerhand vom Netz genommen werden können. Dafür sollen diese Firmen eine
Prämie, genannt wurden 60.000 €, erhalten. Das Geld wollen die
Stromkonzerne dann über die Netznutzungsgebühren, die wir Verbraucher als
Teil unserer Stromrechnung bezahlen, wieder hereinholen. Jetzt wird es
langsam Ernst und auch der Letzte, der über den Atomausstieg gejubelt hat
muss nun erkennen, dass die Energiewende nicht umsonst zu haben ist und wir
alle letztendlich die Zeche zahlen müssen.
Gestern meldete das Tochterunternehmen von Schlecker „Ihr Platz“ auch
Insolvenz an. Diese Firma hat 650 Filialen. Betroffen sind 5.800
Mitarbeiter.
Beim
Druckmaschinenhersteller Manroland verlieren möglicherweise 2.200 Menschen
ihren Arbeitsplatz.
In dieser Woche haben als zusammengenommen - nur bei diesen Unternehmen
51.000 Menschen erfahren, dass sie in Kürze wohl einen anderen Arbeitsplatz
benötigen. Hoffentlich setzt sich dieser Trend nicht ungebremst fort. Da
kann man nur froh sein, wenn man noch einen Arbeitsplatz hat oder schon im
wohlverdienten Ruhestand ist.
Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten. Nur leider nicht aus Deutschland.
Der Elektronik-Konzern Apple hat diese Wochen die Quartalszahlen für das
vierte Quartal 2011 veröffentlicht. Netto verdiente Apple 13,06 Milliarden
Dollar, das entspricht 13,87 Dollar je Aktie und ist mehr als doppelt so
viel wie im Vorjahreszeitraum. Auch bei Samsung haben die Kassen ordentlich
geklingelt.
Das wird die Aktionäre freuen. Leider hat das Ganze auch eine
Schattenseite. Diese tollen Gewinne können nur eingefahren werden, weil man
wie Apple in China zu Billigstkonditionen produzieren lässt. Bei den
Produzenten, beispielsweise bei Foxcon in China wird an 6 Tagen in der Woche
bis zu 60 Stunden gearbeitet. Und es soll Vorlieferanten geben, bei denen es
noch düsterer aussieht. Da sollte man sich schon überlegen, ob man das zu
Weihnachten gekaufte iPhone nicht doch besser in der Tasche lässt und nicht
stolz herumzeigt.
In Villmar passierte nicht all zu viel. Der Neubau der Kreissparkasse
schreitet voran und die Bürgermeisterkandidaten zeigen allmählich Flagge.
Die in der letzten Woche angemahnten Informationen liegen aber noch nicht
vor. Eine Wahlempfehlung kann also noch nicht abgegeben werden.
Herr
Lenz war in Weyer bei der UFBL und hat seine Kontakte zu den Vertretern
der Vereine vertieft. Hier soll er auf Anfrage nach der finanziellen Zukunft
unserer Gemeinde angedeutet haben, dass man bei unverändert hoher
Neuverschuldung und dem aus vielerlei Gründen unausgeglichenen Verhältnis
zwischen Einnahmen und Ausgaben und einem möglicherweise daraus
resultierenden Eigenkapitalverzehr zu gegebener Zeit auch darüber
nachdenken müsse, das „Tafelsilber“ der Gemeinde zu versilbern.
Beispielsweise den Villmarer Wald... Das möchte ich hier nicht weiter
kommentieren!

Von Herrn Paul hört man noch nichts. Er schreibt wohl noch an seinem
Programm.

Herr Behr musste sich in dieser Woche erst mal im Haupt- und
Finanzausschuss mit dem Budget 2012 auseinandersetzen. Das muss ja nicht
unbedingt schlecht sein.
Herr
Aumüller hat am Freitag die Forstbetriebswerkstatt und die
Fernwirkeinrichtung am Gemeindebauhof besichtigt und interessierte Bürger
dazu eingeladen. Und er hat schon mal einen Flyer austragen lassen. Jetzt
haben alle die Ihn bisher nicht kannten wenigstens ein Foto von Ihm. Er hat
uns jedenfalls schon mal versprochen, als Bürgermeister eine transparente
Gemeindeverwaltung zu schaffen. Sonst enthält der Flyer eine ganze Menge
wichtiger Telefonnummern die man immer zur Hand haben sollte. Ich hab mir
das Heftchen gleich unters Telefon gelegt. Sollten mich die erwarteten
Nachrichten in den nächsten Tagen und Wochen zu sehr aufregen und ich einem
Nervenzusammenbruch oder Herzinfarkt nahe sein, habe ich wenigstens die
Notrufnummern jederzeit griffbereit.
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende
Wir hören wieder voneinander
In diesem Sinne
Ihr Outsider