02.02.2012
"Güllerallye im Wasserschutzgebiet" schlägt Wellen bis in den
Kreistag
Im Hintergrund: Grubengebäude "Falkenstein" in Aumenau
Der gestrige Artikel "Güllerallye im Wasserschutzgebiet"
ist Gegenstand eines Antrages der Kreislinken für die nächste Kreistagssitzung
geworden. In ihrem Antrag schreiben diese: "Der erste Februar ist gekommen. Nach der dreimonatigen Winterzwangspause durch die 'Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln und nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen' – kurz Düngeverordnung, ist ab dem 1. Februar wieder das Ausbringen von Gülle auf Wiesen und Ackerflächen erlaubt.
Besorgte Bürger machen sich zu Recht Sorgen, wie hier in einem Bericht 01.02.2012
"Güllerallye im Wasserschutzgebiet" im Internetportal – Villmarer Nachrichten – vom 01.02.2012 geschehen,
über eine mögliche Gefährdung ihrer Trinkwasserversorgung durch massive Gülleaufbringung aus der Viehhaltung.
Besonders im Bereich der Biomasseproduktion zur Erzeugung von Bio-Gas werden im Kreisgebiet regelmäßig und zu gleichen Zeitpunkten, flächendeckend, intensive Gülledüngungen in Äcker-, Wiesen- und Auenbereichen durchgeführt.
Es muss befürchtet werden, dass auch in unserer Region die Gewässer- und Trinkwasserschutzvorgaben der EU zukünftig nicht mehr eingehalten werden können. Sanktionen der EU sind die Folge."
Aussprache im Kreistag gefordert
Deshalb solle am 24. diese Monats der Kreistag beschließen, den Kreisausschuss, unter Mitwirkung und Beratung in den Ausschüssen - Soziales, Familie, Frauen, Senioren, Gesundheit und Sport – und - Umweltangelegenheiten, Energie und Wirtschaft - , die Auswirkungen der massive Aufbringung von Gülle aus industrieller Tierhaltung auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Kreisgebiet, und im Bezug auf den Trinkwasser-, Gewässer-, Umwelt- und Gesundheitsschutz, zu erörtern.
Über das Ergebnis der Beratungen soll dem Kreistag berichtet werden und eine Aussprache erfolgen.
Die schnelle Reaktion der Kreislinken zeigt jedenfalls, dass sie die Sorgen der
Bürger vor Ort ernst nehmen.
Die Dinge nicht objektiv dargestellt?
Zu dem Bericht erreichte uns die Mail eines Limburger Lesers: "Ich finde der Autor hat die Dinge nicht objektiv dargestellt, und ruft zum Schluss auch noch prophylaktisch zur Anzeige der Landwirte auf, wenn diese Ihrem Handwerk nachgehen."
schreibt dieser. Wir haben ihn gebeten, dies konkret zu untermauern und
werden dies dann hier im Sinne der Wahrheitsfindung selbstverständlich
gerne veröffentlichen.