03.02.2012 
Ulrich Aumüller nach Besichtigung: Fernwirkanlage unserer Wasserversorgung bietet hohes Maß an Versorgungssicherheit / Wasser muss auf jeden Fall in Gemeindehand bleiben
von Ulrich Aumüller

von links: Fabian Buchhofer, Thorsten Nöller, Ulrich Aumüller, Peter Caspari

Die Fernwirkanlage, also das Überwachungszentrum unseres gemeindlichen Wassernetzes, besichtigte der Kandidat für das Bürgermeisteramt Ulrich Aumüller.Wassermeister Thorsten Nöller, Peter Caspari und Bauamtsleiter Fabian Buchhöfer erläuterten hier die Funktion der Anlage, die nunmehr nahzu vollständig alle Wasserversorgungsanlagen und Einrichtungen im Gemeindegebiet überwacht.

Während es früher nur einen Parameter- nämlich " Hochbehälter leer" gab und dann eilig aber zeitaufwendig nach Rohrbrüchen gesucht werden musste, lässt sich nun relativ einfach am Monitor feststellen, wo eine Abweichung von der Norm ist. Sehr schnell kann so der Fehler eingegrenzt und ausfindig gemacht werden. Einen ersten Eindruck können sich die mit der Wasserversorgung beauftragten Mitarbeiter im Notfall schon, auch außerhalb der Arbeitszeit, über das Internet machen. Eine Alarmierung erfolgt automatisch über das Handy. Peter Caspari zeigte beispielhaft mit der neuen Software "Hydrodat" das Datendiagramm des jüngsten Wasserrohrbruches in der Kalkstraße in Villmar. Hier konnte sehr einfach abgelesen werden, dass rund 95 m³ Wasser ins Erdreich gelaufen sind.
Ferneingriffe in die Wasserversorgung sind nicht möglich - so sollen Manipulationen z.B. durch Viren ausgeschlossen werden. Die Überwachungsanlagen haben bisher rd. 560.000 € gekostet, zum größten Teil jedoch über Zuschüsse finanziert. Die Fernüberwachung spart gegenüber früher Personalstunden ein und bietet zudem eine hohe Versorgungssicherheit mit den Grundnahrungsmittel Wasser. Zwar streben Konzerne mit Vehemenz darauf die Wasserversorgung zu vereinnahmen, da es keine Alternative gebe, könnten anschließend monopolartig die Preise diktiert werden. Negative Beispiele hierfür gibt es schon, aus Südhessen und insbesondere aber aus England.
Ulrich Aumüller macht deswegen auch sehr klar, dass für ihn die Wasserversorgung auch in Zukunft auf jeden Fall in Gemeindehand bleiben muss.